Idee
Der Bedarf an einer wissenschaftlich fundierten Auseinandersetzung mit der Zukunft und den zukünftigen Folgen heutigen Handelns ist gestiegen. Der Gründe dafür sind die zunehmende Komplexität hochentwickelter Industriegesellschaften und die nicht-vorhersehbaren Nebenfolgen ihrer Entwicklung. In Feldern wie der Klimaforschung, der Technikfolgeabschätzung, der Forschung zum demographischen Wandel aber auch der Unternehmensentwicklung (vgl. Corporate Foresight) sind die Methoden und Ansätze der Zukunftsforschung daher längst nicht mehr wegzudenken.
Trotzdem sind sowohl der Begriff als auch der besondere Status der Zukunftsforschung noch immer umstritten. Zukunftsforschung ist dabei in erster Linie als eine Ergänzung zu verstehen. Sie ergänzt auf der einen Seite das Instrumentarium der empirischen Sozialforschung um Methoden, die es ermöglichen, faktenbasierte Einschätzungen zur zukünftigen Entwicklung zu erheben. Auf der anderen Seite ist sie stärker als zum Beispiel die rekonstruktive Forschung der Generierung von Handlungs- und Orientierungswissen verpflichtet. So erweitert die Zukunftsforschung das Spektrum der Methoden der Politik- und Unternehmensberatung.
Das Ziel des Masterstudiengangs ist es, die Techniken wissenschaftlichen Arbeitens in der Zukunftsforschung zu vermitteln und gleichzeitig einen starken Bezug zur Praxis herzustellen. Im Fokus steht dabei immer der besondere Status des Wissenschaftsbereichs.
